Mittwoch, 26. November 2014

Ruprecht Frieling schreibt ...

Norman Nekro? Hat der nicht TABULA geschrieben?


Ruprecht Frielings Rezension

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Durch das Bombardement einer Rebellen-Hochburg wird eine unterirdische Krypta am Dschebel a'min el Kifar, dem Berg der Ungläubigen, freigelegt. Diese birgt eine sagenhafte Reliquie: die Olivenholztafel vom Kreuz Christi. Die mit der Inschrift » I•N•R•I« (Iesus Nazarenus Rex Iudaerorum = Jesus von Nazareth, König der Juden) versehene »Ttitula Crucis« wird von den Aufständischen an einen österreichischen Professor verkauft, (...)

Dienstag, 25. November 2014

Das sagt Ruprecht Frieling über TABULA von Norman Nekro

Zur Rezension

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Durch das Bombardement einer Rebellen-Hochburg wird eine unterirdische Krypta am Dschebel a'min el Kifar, dem Berg der Ungläubigen, freigelegt. Diese birgt eine sagenhafte Reliquie: die Olivenholztafel vom Kreuz Christi. Die mit der Inschrift » I•N•R•I« (Iesus Nazarenus Rex Iudaerorum = Jesus von Nazareth, König der Juden) versehene »Ttitula Crucis« wird von den Aufständischen an einen österreichischen Professor verkauft, (...)

Meinungen zu LINNEN


Das sagt Ruprecht Frieling zu LINNEN

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Sowohl von der Erzählweise wie auch vom Sujet erinnert der vorliegende Roman sofort an die Werke von Dan Brown. Vor dem geistigen Auge des Lesers läuft sofort ein Kinofilm ab, der diesem Werk quasi auf den Leib geschrieben ist. Anders als bei Brown ist Nekros Protagonist allerdings ein kreuzgefährlicher einzelgängerischer Mörder. Ihm stellt der Autor keine bildhübsche Partnerin zur Seite, die schlanke Blonde mit dem langen Zopf agiert vielmehr auf der anderen Seite und zählt zu seinen zu allem entschlossenen Widersachern.
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Dienstag, 18. November 2014

Die Kinder von Valencia


Hinter den Barrikaden: Regierungsanhänger verschanzen sich im September 1936 vor den faschistischen Rebellen in Toledo.

Geliebte Mörderin - das Buch zum Thema Bürgerkrieg in Spanien

Das Schlimmste, was einem Land widerfahren kann, ist ein Bürgerkrieg. Die Front geht quer durch das Land, Väter schießen auf Söhne, der Bruder auf den Bruder. Ein Bürgerkrieg endet nie.

Der spanische Bürgerkrieg nahm seinen Anfang 1936 unter General Franco mit einer Revolte der Truppen in Spanisch-Marokko. Die Kämpfe breiteten sich bald über das gesamte Mutterland aus und ganze Regionen entschieden sich für die Falange oder Republikaner. Der Osten Spaniens mit den Städten Valencia, Tarragona und Barcelona hatte sich gegen Franco auf die Seite der Republikaner geschlagen. Valencia war Sitz der letzten demokratisch gewählten Regierung.

Deutschland unterstützte Franco mit der Legion Condor, die überwiegend Luftwaffeneinheiten stellte. Die deutschen Soldaten trugen keine Uniformen und ihre Existenz auf spanischem Boden wurde bis zum Ende des Krieges 1939 von deutscher Seite bestritten. Italienische Truppen kämpften ebenfalls auf Seiten der Falange. Die Sowjetunion kämpfte auf der Seite der Republikaner und unterstütze sie mit schweren Waffen, Panzern, Geschützen und rund 2000 Soldaten. Dazu kamen die internationalen Brigaden auf der Seite der Republikaner. Ernest Hemingway hat die Kämpfe in seinen autobiografisch gefärbten Romanen eindrucksvoll beschrieben.

Als sich der Sieg Francos abzeichnete, evakuierten viele spanische Familien ihre Kinder aus Angst vor der Rache der Sieger. In den Zeiten des gemeinsamen Kampfes hatten sich persönliche Bindungen zwischen Russen und Spaniern entwickelt, und von etwa 34.000 Kindern kamen 3.500 in die Sowjetunion.

Die nach Frankreich, Schweden oder Dänemark evakuierten Kinder, kehrten bald nach dem Krieg wieder in ihre Heimat zurück. Viele gelangten in die spanisch sprechenden Länder Mittel- und Südamerikas und fanden dort eine neue Heimat. Auch bei den Kindern in der UdSSR ging man von einer zeitlich begrenzten Trennung aus. Es sollte eine sehr lange Trennung werden und für viele wurde es eine Reise ohne Wiederkehr.

Mit dem Ende des Bürgerkrieges nahmen die Faschisten grausame Rache und das ist mit ein Grund, weshalb der Krieg in den Köpfen noch nicht zu Ende ist. Die genaue Zahl der Ermordeten ist umstritten. Schätzungen besagen, dass etwa hunderttausend Menschen nach Kriegsende umgebracht wurden. Teilweise waren es improvisierte Kriegsgerichte, die für Legitimation sorgen sollten. Zum großen Teil wurden die Menschen auf offener Straße erschossen. Oft reichte eine Anzeige des Nachbarn und viele Immobilien haben auf diese Weise den Besitzer gewechselt.

In Spanien hatte man die Kinder nicht vergessen. Aber mit Ende des zweiten Weltkrieges begann der Kalte Krieg und humanitäre Vereinigungen hatten kaum Möglichkeiten, sich um die Kinder in der UdSSR zu kümmern. Aus damaliger Sicht hatte man Wichtigeres zu tun und Franco, unangefochtener Diktator Spaniens, hatte kein Interesse an den Nachkommen seiner ehemaligen Gegner.

Elena wurde 1934 in Valencia geboren und war gerade viereinhalb Jahre alt, als sie kurz vor Kriegsende mit ihrer Schwester Conchita Spanien per Schiff über Genua verließ und nach Leningrad gelangte. Elena lernte Russisch, ging in Leningrad zur Schule, trug das rote Pionierhalstuch und wurde mit vierzehn Komsomol. Sie verliebte sich in einen jungen Russen, heiratete und bekam drei Kinder. Ihr Leben plätscherte so dahin, ein karges, russisches Leben. Erst zur Zeit Breschnjevs besserte sich die Versorgungslage in der Sowjetunion und auch Elena und ihrer Familie ging es besser.

Elena hatte ihre spanischen Wurzeln nie vergessen und 1992 übersiedelte sie mit ihrem Mann und zwei Töchtern nach Valencia, ihre alte Heimat. Ihr Sohn, inzwischen mit einer Russin verheiratet, ist in Moskau geblieben.

Die jahrelange Präsenz russischer Soldaten hat Spuren hinterlassen – man hat gute Erinnerungen an die Russen. In der Provinz Valencia leben heute etwa fünfunddreißigtausend Russen. Größtenteils sind sie legal eingewandert. Nicht wenige kamen in den Jahren nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion als Touristen ins Land, haben Spanisch gelernt und sind geblieben. Die Behörden tolerieren sie, und nach drei bis vier Jahren erhalten sie problemlos eine Tarjeta Residencia. Die Stadtverwaltung bietet ihnen kostenlose Sprachkurse und Russisch sprechende Rechtsanwälte unterstützen auch die Illegalen.

Heute findet ein Exodus in entgegengesetzter Richtung statt. Die Kinderheime in Russland, Kasachstan und der Ukraine sind überfüllt, und viele spanische Ehepaare haben Kinder aus diesen Ländern adoptiert. Die spanischen Adoptiveltern legen großen Wert darauf, dass ihre Kinder die Bindung an ihre Heimat nicht verlieren. Zumeist sind sie im Alter von drei bis sechs Jahren nach Spanien gelangt und oft sprechen sie nur wenig Russisch. In Valencia gibt es den Club Volga. Zu den orthodoxen Feiertagen wird nach den Bräuchen der alten Heimat gefeiert. Der Club bietet Sprachkurse für russische Kinder, sie sollen ihre Muttersprache nicht vergessen.

Auf der Weihnachtsfeier Ende 2010 im Club Volga habe ich zum ersten Mal Katja getroffen. Katja war Weihnachten vier Jahre alt, gerade in dem Alter, in dem Elena vor über siebzig Jahren nach Leningrad kam. Sie kommt aus einem Kinderheim in Kasachstan und lernt im Club Volga Russisch, aber das macht ihr im Moment noch nicht so richtig Spaß. Jetzt besucht auch ihre Adoptivmutter einen russischen Sprachkurs und vielleicht können sich Mutter und Tochter bald auf Russisch unterhalten. 

Elena hat ihre Mutter nie wiedergesehen. Sie hat mich gebeten, ihre Geschichte zu erzählen. Es ist kein leichtes Thema, aber ich werde es aufschreiben.

Valencia, Weihnachten 2011

 
 
 
 
Folklorefestival in Valencia auf der Plaza de la Virgen 
 

Weihnachten 2010 im Club Volga
Russische Kinder, die von spanischen Eltern adoptiert wurden 
 
 
 

Elena, kurz bevor sie in die Sowjetunion evakuiert wurde
 

Samstag, 20. September 2014

Tarhuna - Giftgas für Libyen

Giftgas für Libyen
Link zu Amazon
René Clausen, Besitzer eines kleinen, aber sehr gut flo­rierenden Unternehmens in der EDV-Branche, lockt Anfang der neunziger Jahre das ganz große Geld. Er soll Schaltschränke nach Libyen liefern. Der Kunde bezahlt sofort und viel mehr als üblich.
René Clausen weiß, dass die Lieferungen über einen Mittelsmann in Belgien abgewickelt werden, damit Deutschland nicht als Ursprungsland der Anlagen erkennbar ist. Ein großer deutscher Elektrohersteller scheint ebenfalls keine Bedenken zu haben.
Clausen wickelt das Geschäft mit einem befreundeten Unternehmer ab, der die Schaltschränke, nach vorgegebenen Plänen aus Libyen, verdrahtet. Die letzten Angaben aber fehlen. Die sollen in Libyen von den Auftraggebern selbst ergänzt werden. Aber das ist nur ein Test. Tatsächlich geht es den Auftraggebern um die Prozessrechner eines Münchner Elektronikherstellers. Clausen ist nur ein Strohmann, der nicht auf der schwarzen Liste des Zolls steht.
Die Bestellungen werden immer umfangreicher. Verführerische Aufträge winken und ein Aufstieg zum Millionär.
Vier Jahre reist René Clausen mit seinem Mittelsmann aus Belgien, der lange im arabischen Raum gelebt hat und mit einer Deutschen verheiratet ist, nach Libyen und auch nach Sy­rien und Tunesien. Eine fremde, aber auch bezaubernde Welt wird ihm geöffnet. Von den libyschen Auftraggebern hofiert, begreift der deutsche Unternehmer mit jeder Reise und mit jedem neuen Auftrag mehr, auf welch ein gefährliches Geschäft er sich eingelassen hat.

Leseprobe aus Giftgas für Libyen
Sie nahmen ihr Gepäck, gingen hinüber und kletterten die schmale Metallleiter hoch. Ein Arbeiter fuhr mit einem Gabelstapler noch ein paar große Kartons neben den Hubschrauber. Gemeinsam wuchteten sie die Kartons mit Ersatzteilen für Tarhuna in den Innenraum und befestigten sie mit Gepäcknetzen an der Wand. Sie setzten sich auf die schmalen Metallsitze, die rundherum an der Wand befestigt waren, und schnallten sich an. Einer der Männer in Grün zog die Leiter hoch und schloss die Kabinentür. Der Rotor drehte Volllast, zitternd hob der Hubschrauber ab und gewann schnell an Höhe. Kurt wurde übel, sein Magen schien abwärts zu sacken. An den rasanten Steigflug eines Hubschraubers würde er sich nie gewöhnen können.

Freitag, 19. September 2014

Die Vergangenheit hatte mich eingeholt

Bildquelle Spiegel / AP
Festnahme um Mitternacht: Wegen angeblicher Lieferungen an eine libysche Giftgasfabrik wurden 1996 zwei deutsche Unternehmer verhaftet. Detlef Crusius war einer von ihnen. Auf einestages erinnert er sich an harte Monate im Knast und ein überraschendes Urteil.
Deutsche Medien berichteten am 20. August 1996 über die Lieferungen brisanter Technologien nach Libyen. "Auschwitz im Wüstensand" titelte "Bild". Zwölf Tage zuvor waren die Geschäftsführer eines Mönchengladbacher Unternehmens verhaftet worden. Die Staatsanwaltschaft warf den Verdächtigen Verstöße gegen das Außenwirtschafts- und Kriegswaffenkontrollgesetz sowie das UN-Embargo vor. Die Firma sollte zwischen 1990 und 1993 Anlagen der Firma Siemens und Software zur Mischung von Kampfgasen nach Libyen geliefert haben. Die Steuerungsanlagen, so lautete der Verdacht, könnten zur Produktion von Giftgas eingesetzt werden.

Zur Fortsetzung im Spiegel

In seinem Schlussplädoyer sagte der Staatsanwalt, mit der Anlage könne man sowohl Pudding als auch Giftgas herstellen. "Wir wissen nicht, was die Libyer damit gemacht haben".

Dazu der autobiografische Roman Tarhuna - Giftgast für Libyen

Dienstag, 31. Dezember 2013

Der Plan des Pentagon



Das Interview mit dem Vier-Sterne- General Wesley Clark a.D.




Zeitungsberichte zur Atomschmuggelaffäre Libyen


US-Spezialkommando sichert waffenfähiges Uran 
Schweiz: CIA-Razzia vertuschte Lieferung von Atomwaffenmaterial nach Libyen und Iran
Systematischer Atomschmuggel im Auftrag der CIA
CIA kauft Familie Tinner für 10 Millionen
Schweiz leistet der CIA Amtshilfe
Die Brüder und die Atomschmuggelaffäre 
Bericht über CIA-Mordkomplott entsetzt deutsche Politik

DER PLAN, 4 Teile.
Banco(1) - Plutonium(2) - Aladin(3) - Marionetten(4). Einzeln als Taschenbuch, oder Gesamtausgabe als eBook.

Leseprobe aus Der Plan, Teil 1 - Banco
In normalen Zeiten ging es auf dem Mitiga Airport zu, wie auf jedem anderen Flughafen der Welt: Reisende stöberten in den Duty-free-Shops, umlagerten die Cafés oder Imbissläden und bildeten lange Warteschlangen an den Abfertigungsschaltern.

Doch die Zeiten waren nicht mehr normal. Mit Beginn des totalen Embargos und der Flugverbotszone über Libyen im April 1992 war die Versorgung des Landes immer schwieriger geworden. Jetzt lockerte der Westen das Embargo nach und nach. Die EU hatte es aufgehoben und die UN hatte Erleichterungen zugesagt. Nur die Amerikaner verhielten sich noch zögernd.

Freitag, 15. November 2013

Tödliche Intrige

... die Giftgas Story 

Link zu Amazon

Aus der Reihe – Der Plan des Pentagon
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Syrien - das Land steht kurz vor der Explosion.
Der Journalist Eric Larsson hat durch den Tod seiner Frau den Boden unter den Füßen verloren und sucht im Alkohol Vergessen. Als freier Journalist arbeitet er für die Zeitung in Stockholm, in deren Auftrag er vor Jahren die Plutonium-Lieferungen nach Libyen aufgedeckt hatte. (Der Plan ...)
In einem Brief werden dem Chefredakteur der Zeitung Informationen über die wahren Hintergründe der Giftgasattacken in Damaskus zugespielt. Weitere brisante Fakten werden angekündigt.
Eric trifft die Quelle auf Malta - Judith, eine attraktive Israelin.
Ihre gemeinsamen Nachforschungen führen sie über La Valletta, Zürich und Jeddah in Saudi-Arabien in den Hexenkessel von Damaskus.
Ein Sumpf aus Lüge und Betrug tut sich vor ihnen auf und am Ende ist nichts so, wie es anfangs aussah.



Leseprobe
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Kapitel 1
Die dunkle Wolke

Die Oase lag etwa 45 Kilometer vor den Außenbezirken von Damaskus. Es war eine große Siedlung mit tiefen, ergiebigen Brunnen und vielen Schatten spendenden Palmen. Das komplizierte Bewässerungssystem war Jahrhunderte alt. Exakt aufeinander abgestimmte fallende und steigende Rohre, Gräben und wassergetriebene Schaufelräder beförderten das kostbare Nass auf die Felder und in die Gärten.
Die Moschee der Oase war klein, eine etwa drei Meter hohe weiß gekalkte Kuppel, die von einer mannshohen Mauer umgeben war. Zum Gebet breiteten die Dorfbewohner ihre Gebetsteppiche vor der Moschee im Freien aus. Die Kinder gingen zum Iman in die Koranschule neben der Moschee. Sie lernten den Koran (Die Heilige Schrift des Islam) auswendig und Schreiben, Lesen und Rechnen. Rechnen war wichtig, denn bald würden sie auf die Märkte der Stadt fahren, Gemüse verkaufen und sie mussten lernen, mit Geld umzugehen.
Said war neun Jahre alt, ungefähr so alt wie Fatima aus dem Nachbarhaus. Mädchen und Jungen gingen gemeinsam in die Schule, im Unterrichtsraum saßen sie getrennt. Anfangs hatte Said versucht, sich neben Fatima zu setzen, aber das hatte der Lehrer verboten. Sein Stock war ein überzeugendes Argument. Sie hatten zwei, manchmal drei Stunden Schule. In der übrigen Zeit halfen sie ihren Eltern in den Gärten, reinigten die Wasserrohre und Gräben, tränkten die Esel, Ziegen und Schafe.